Ausbildung zur Krankenschwester

was sollte man wissen bevor man die 

Ausbildung zur Gesundheits- und 

Krankenpflegerin beginnt?

Da in der heutigen Zeit durch den andauernden Pflegekräftemangel die Zukunftschancen im Gesundheitswesen sehr gut stehen, wird bei der jungen Bevölkerung eine Ausbildung zur Krankenschwester immer attraktiver. 
Bevor man sich jedoch für den Beruf des Gesundheits- und Krankenpflegers entscheidet, sollte man sich zunächst gründlich mit den Inhalten der Ausbildung auseinandersetzen und seine Eignung für den Beruf durch ein oder mehrere Praktika oder ein FSJ austesten.


Zulassungsvoraussetzungen

Um eine Ausbildung zur Krankenschwester zu beginnen, müssen einige bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. So muss zunächst einmal ein ausreichender Bildungsabschluss vorliegen. Gültig ist hier zum einen die Mittlere Reife oder auch eine zehnjährige allgemeine Schulbildung, welche an einer Realschule, Gesamtschule oder an einem Gymnasium beendet wurde. Jedoch kann auch ein Hauptschulabschluss durchaus schon als Voraussetzung reichen, wenn zusätzlich zu diesem eine erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung von mindestens zwei Jahren vorliegt.
Eine weitere Zulassungsvoraussetzung ist zudem der Nachweis eines Gesundheitstestes, welcher vor allem in medizinischen Berufen von großer Bedeutung ist. Außerdem sollte eine angehende Krankenpflegerin bestimmte Persönlichkeitsmerkmale aufweisen, um den Beruf ausführen zu können. Hierzu zählen zum einen ein großes persönliches Engagement sowie die Freude am Umgang mit Menschen, aber auch Eigenschaften wie Teamfähigkeit und eine hohe Belastbarkeit. 


Tätigkeitsbereiche 

Als Krankenschwester betreut und versorgt man Pflegebedürftige aller Altersgruppen in stationären Einrichtungen oder im Rahmen einer ambulanten Versorgung. Hierbei müssen alle Bereiche der Grundpflege abgedeckt werden, zu welchen zum Beispiel die Unterstützung des Patienten bei alltäglichen Aufgaben wie der Nahrungsaufnahme oder der Körperpflege zählen. Zudem beobachten und dokumentieren Krankenpfleger im Rahmen des Pflegeprozesses den Gesundheitszustand des Patienten. Zusätzlich stellen sie immer auch eine Art Bindeglied zwischen Ärzten, Therapeuten, Angehörigen und dem Patienten dar. Außerdem sind sie für die Vorbereitung des Patienten auf therapeutische und diagnostische Maßnahmen zuständig, assistieren den Ärzten bei der Durchführung dieser Maßnahmen oder führen vom Arzt angeordnete medizinische Behandlungen selbst durch. Auch die Ermittlung von Blutdruck, Puls, Temperatur usw. wird von ihnen im Rahmen der Patientenbeobachtung durchgeführt.
Desweiteren gehören auch organisatorische Aufgaben wie das Koordinieren von Terminen mit anderen Abteilungen oder Therapeuten zu ihrem vielseitigen Tätigkeitsfeld.


Ablauf und Aufbau der Ausbildung

Die Ausbildung zur Krankenschwester findet an einer staatlich anerkannten Gesundheits- und Krankenpflegeschule statt und dauert in der Regel drei Jahre. Um den angehenden Gesundheits- und Krankenpflegern einen optimalen Berufseinstieg zu ermöglichen, findet während der Ausbildung ein intensiver Austausch zwischen Theorie und Praxis statt. 
In der Krankenpflegeschule lernen die Auszubildenden in insgesamt 2100 Unterrichtsstunden in vier großen Themenbereichen die Grundlagen des Berufes kennen. Zudem wird ein praktischer Ausbildungsteil in einer kooperierenden Klinik absolviert. Hierbei müssen die Auszubildenden viele Stationen durchlaufen und zusätzlich in der ambulanten Pflege arbeiten, um die Handlungsabläufe jedes Fachbereiches kennenzulernen. 
In Verbindung mit dem theoretischen Anteil werden somit 4600 Unterrichtsstunden innerhalb der dreijährigen Ausbildung absolviert. An den meisten Schulen wird nach mehreren Wochen zwischen dem theoretischen und dem praktischen Ausbildungsanteilen gewechselt. In seltenen Fällen kann die Ausbildung zur Krankenschwester auch in Teilzeitform über einen Zeitraum von vier Jahren abgeleistet werden.


Lerninhalte während der Ausbildung

Zunächst werden im theoretischen Teil der Ausbildung 950 Unterrichtsstunden zu den Grundkenntnissen der Gesundheits- und Krankenpflege, der Kinderkrankenpflege sowie der Pflege- und Gesundheitswissenschaften absolviert. Außerdem finden 500 Unterrichtsstunden zu pflegerelevanten Kenntnissen der Naturwissenschaften und der Medizin statt. Zusätzlich hierzu müssen die Auszubildenden 300 Stunden zu pflegerelevanten Kenntnissen der Geistes- und Sozialwissenschaften sowie weitere 150 Stunden zu pflegerelevanten Kenntnissen in Recht, Politik und Wirtschaft ableisten. Weitere 200 Stunden werden von den jeweiligen Krankenpflegeschulen unterschiedlich gestaltet. Im Praxisteil der Ausbildung werden zudem 800 Unterrichtsstunden in der Gesundheits- und Krankenpflege von Menschen aller Altersgruppen in der stationären Versorgung in den Fächern Innere Medizin, Chirurgie, Neurologie, Pädiatrie, Wochen- und Neugeborenenpflege sowie in mindestens zwei dieser Fächer in rehabilitativen und palliativen Bereichen abgeleistet. Weitere 500 Unterrichtsstunden finden im Gebiet der Gesundheitspflege von Menschen aller Altersgruppen in der ambulanten Versorgung in präventiven, kurativen, rehabilitativen und palliativen Bereichen statt. Zuletzt sind noch 700 Unterrichtsstunden der Gesundheitspflege sowie der Stationären Pflege in den Fächern Innere Medizin, Psychiatrie und Chirurgie abzuleisten. 


Krankenpflegegesetz

Geregelt wird die Ausbildung zur Krankenschwester im sogenannten Krankenpflegegesetz, welches seit dem 1. Januar 2004 gilt. 
Dieses Gesetz regelt außerdem die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnungen Gesundheits- und Krankenpfleger sowie Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger.


Ausbildungsvergütung

Das Gehalt während der Ausbildung wird durch den sogenannten TVöD, dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst, bestimmt. Diese Tarifverträge gelten hauptsächlich für öffentliche Einrichtungen wie Krankenhäuser oder öffentliche Pflegeeinrichtungen. In privaten Einrichtungen hingegen wird das Gehalt eines Krankenpflegers unabhängig vom Tarifvertrag geregelt. Demnach verdient eine Auszubildende im ersten Ausbildungsjahr 876€, im zweiten Ausbildungsjahr 937€ und im dritten Ausbildungsjahr 1038€. Die tatsächliche Vergütung kann jedoch noch stark variieren, da es sich bei den Angaben lediglich um das Jahresbruttogrundgehalt handelt. Da es sich bei der Ausbildung um eine einheitlich schulische Ausbildung handelt, können zusätzliche Kosten für Schulutensilien, Anfahrten oder den Lebensunterhalt anfallen. In diesem Fall kann die angehende Krankenpflegerin BAföG beantragen, welches unter anderem von dem Einkommen der Eltern abhängt und somit stark variieren kann. Bitte informiere dich in der für dich in Frage kommenden Krankenpflegeschule über ihre individuelle Vergütung.


Vergütung im Berufsleben

Nachdem die Ausbildung zur Krankenschwester erfolgreich absolviert wurde, kann diese mit einem Anfangsgehalt zwischen 2000€ bis 2300€ rechnen. Die Krankenpfleger werden bei der Vergütung je nach Bildungsweg in eine entsprechende Entgeltgruppe eingestuft. Später ist es dem ausgelernten Krankenpfleger möglich, in eine höhere Entgeltgruppe aufzusteigen. Hierzu beitragen können zum einen zusätzliche Fort- und Weiterbildungen, zum anderen jedoch auch unterschiedliche Arten von Sonderarbeit. So sind Lohnzuschläge für Tätigkeiten wie Überstunden, Bereitschaftsdienst sowie Nacht-, Wechsel- oder Extraschichten durchaus möglich. Diese Zuschläge variieren hier meist zwischen 20% und 30%. Zudem kann das Grundgehalt auch durch den Arbeitsort beeinflusst werden. So kann die Ausbildungsvergütung zwischen einzelnen Branchen und Regionen variieren.
Weiterbildungs- und Fortbildungsmöglichkeiten nach der Ausbildung
Mit der erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung zur Krankenschwester hat man jedoch nicht nur die Möglichkeit als Krankenpflegerin tätig zu sein, sondern sich auch durch diverse Fort- und Weiterbildungen weiterzuentwickeln. Beispielsweise werden diese in Bereichen der Krankengymnastik, Hygiene oder dem Arbeitsmanagement angeboten. Als Folge dieser Fortbildungen kann eine Krankenpflegerin somit beispielsweise zur Intensivkrankenschwester, Anästhesieschwester oder auch Operationsschwester werden. Auch für Ausbildungen zum Heilpraktikerin, Rettungssanitäterin oder medizinischen Fachangestellten bildet die Ausbildung zur Krankenpflegerin eine gute Voraussetzung. Zudem gibt es die Möglichkeiten eines Studiums in Bereichen des Gesundheitswesens, des Pflegemanagements oder auch der Medizin.
Vor- Nachteile der Ausbildung
Da mit dem Berufsbild einer Krankenpflegerin viel Verantwortung und Leistung in Verbindung gebracht wird, kann das hierzu im Vergleich niedrig wirkende Gehalt häufig als ein Nachteil der Ausbildung zur Krankenschwester angesehen werden. Außerdem kann die Arbeit als Krankenpflegerin zu einer hohen emotionalen oder psychischen Belastung führen. Der mögliche Schichtdienst kann ebenfalls einen weiteren Stressfaktor darstellen. Allerdings bietet der Beruf der Krankenpflegerin auch viele Vorteile: So hat man mit einer erfolgreich abgeschlossenen Ausbildung zur Krankenschwester nicht nur eine zukunftssichere Arbeitsstelle, sondern ebenfalls zahlreiche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Zudem ist der Berufsalltag der Krankenpflegerin sehr abwechslungsreich und ermöglicht einen intensiven Kontakt mit Menschen. Außerdem kann eine Krankenpflegerin je nach ihrer Spezialisierung vielschichtige Erfahrungen und Einblicke in unterschiedlichste Gebiete der Medizin gewinnen, sodass dieser Beruf auf jeden Fall eine hohe Vielseitigkeit mit sich bringt.


Hier gibt es alle Informationen rund um das Thema Gehalt Krankenschwester


Jobbörsen und Agenturen zeigen Ihnen wo noch Stellen frei sind und wo Sie sich bewerben müssen.

Hier ein paar Internetseiten, wo auch Ausbildungsplätze ausgeschrieben sind :

FragDenPfleger Stellenbörse

http://www.jobanova.de/

http://www.monster.de/

http://jobboerse.arbeitsagentur.de/

http://www.helios-kliniken.de/index.php?id=2812

http://www.rhoen-klinikum-ag.com/rka/cms/rka_2/deu/krankenpflegeschulen_0.php

http://www.asklepios.com/A_Pflegerische_und_medizinische_Berufe.Asklepios

Viel Erfolg !


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